Suchtprävention - Mädchen stärken

Stärke kann auf gutem Boden wachsen: damit unsere Schülerinnen stark werden, wollen wir ihnen Lebenskompetenzen wie Konfliktfähigkeit, Genuss- und Erlebnisfähigkeit, aber auch Selbstvertrauen und Selbstwert vermitteln, damit sie keine Scheinlösungen in Suchtmitteln suchen müssen. Es ist uns wichtig, den Mädchen ein positives Selbstbild als Frau zu vermitteln und somit der Entstehung von Essstörungen vorzubeugen.

Tutorinnen – Vorbilder in Lern- und Lebenskompetenzen

Ab der fünften Klasse werden unsere Schülerinnen von Tutorinnen begleitet. Die älteren Schülerinnen sind den Jüngeren auf regelmäßigen Tuti-Treffen aber auch im Schulalltag Ansprechpartnerinnen. Sie bieten außerschulische Aktivitäten an, wollen das Ankommen und Einfinden in die neue weiterführende Schule erleichtern.

Zfu - Zeit für uns – Selbst-Verantwortung übernehmen

Einmal im Monat haben die Klassen die Möglichkeit in Zfu-Stunden in eigener Verantwortung und Organisation ihre eigenen Themen anzugehen. Schule ist mehr als ein Lernort – Schule ist Lebensort, für den die Schülerinnen eigene Verantwortung übernehmen. Hier bietet sich ihnen ein zeitlicher Freiraum, sozialer Kompetenzen zu erproben und zu erwerben und ihre Klassengemeinschaft zu stärken.

Das MFM-Projekt – das positives Körpergefühl stärken

Seit vielen Jahren findet für die Schülerinnen unserer fünften Klassen an zwei Schulvormittagen das MFM-Projekt statt (MFM – My fertility matters, MFM Deutschland e.V.). Dieses Projekt stärkt das positive Körpergefühl der Mädchen und bestärkt sie in ihrer natürlichen freudigen Erwartung auf die Veränderungen, die die Pubertät für sie bringen wird. Hier werden Grundlagen gelegt für die Ausbildung eines positiven Selbstbildes als Frau. An einem Informationsabend für Eltern stellen die Mitarbeiterinnen im Vorfeld die Inhalte und Ablauf des Workshops vor.

„zammgrauft" – von Antigewalt bis Zivilcourage

Als Multiplikatorinnen ausgebildete Lehrkräfte führen dieses Projekt der Münchner Polizei mit den sechsten Klassen durch. An zwei Vormittagen stehen die Themen Mobbing, Selbstverteidigung, Konflikt- und Gesprächstraining und Gewaltprävention auf dem „Stundenplan". Durch Rollenspiele und Nachstellen von kritischen Alltags-Situationen werden die Mädchen sensibilisiert, ihre Achtsamkeit und Selbstverantwortung wird gestärkt und Verhaltensweisen werden trainiert, die die Klassengemeinschaft stärken.

Waagemut – das positive Selbstbild als Frau vermitteln

Nachhaltig wird in den neunten Klassen an das MFM-Projekt angeknüpft. Die Schülerinnen beschäftigen sich mit ihrer Sexualität, mit Beziehung und Freundschaft, mit ihrer Verantwortung für ihren Körper und ihr Wohlbefinden.

Sucht- und Drogen-Präventionsworkshop – selbstbestimmt Nein-Sagen

In langjähriger Zusammenarbeit mit der AOK werden die Mädchen der neunten Klassen über die Gefahren von Suchtstoffen und Drogen informiert. Sie diskutieren eine gesunde Genuss- und Erlebnisfähigkeit, auch die Fähigkeit sich abzugrenzen und sich gegen den sozialen Druck Gleichaltriger und gegen Gruppenzwang zu behaupten.

Essstörungen – sensibilisieren und stärken

In Zusammenarbeit mit der Fachambulanz für Essstörungen der Caritas führen wir in den sechsten Klassen Workshops durch, die zum Ziel haben die Schülerinnen unabhängig von gängigen Schönheitsidealen für eine eigene, positive Körperwahrnehmung zu sensibilisieren. In den 10ten Klassen wird über die Entstehung, die Symptome und Gefahren, vor allem aber über Unterstützungs-, Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten aufgeklärt.

Aids-Prävention – Wissen schafft Selbstverantwortung

Für unsere neunten Klassen laden wir Mitarbeiterinnen des Aidsberatungszentrum der Caritas und Betroffene ein. Im Workshop erhalten die Mädchen Information über die Erkrankung und Prävention, und haben die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Betroffenen.

Die Schülerinnen der Q11 nehmen alljährlich an einem Veranstaltungsvormittag am Zentrum für Psychosoziale Betreuung der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU teil.

Soziale Medien - Stärkung von verantwortungsvollem Konsumverhalten

Die Zeit, die insbesondere jüngere Menschen im Internet – speziell in Sozialen Netzwerken – verbringen, nimmt rapide zu. Ein Workshop im Gasteig, der von Schülerinnen verschiedener Klassenstufen besucht wird, fordert zur kritischen Selbstwahrnehmung auf. Welche Chancen ergeben sich aus der neuen Art der Selbstinszenierung in sozialen Netzwerken, welche realen Gefahren bestehen?

Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe

Der Austausch von Eltern, Lehrern und Schülerinnen ist uns wichtig – auch bei der Suchtprävention ist er Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auf Elternabenden, Veranstaltungen für Eltern, Lehrer und Schülerinnen, sowie bei Seminaren für Klassensprecherinnen wird immer wieder über verschiedene Themen der Suchtprävention informiert und diskutiert. Informationsveranstaltungen mit geladenen Gästen sollen Raum für Austausch bieten. Bei Beratungsbedarf wenden sie sich bitte auch an Schulberatung.

Dr. Ute Kistner-Grabenstein (Sucht- und Drogenpräventionsbeauftragte)

ESG – E ine S tarke G emeinschaft!